Schon seit längerem herrscht Unzufriedenheit unter den Görlitzer Jugendlichen über ihre Möglichkeiten und Perspektiven in der Stadt. Teilweise wegen mangelnden Freizeitangeboten oder fehlenden Jobperspektiven, aber auch wegen dem Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Ein bereits existierendes Jugendparlament lief bis 2010 unter der Trägerschaft des Stadtjugendrings, bis dann die Fördermittel ausblieben. Seit dem waren die Jugendlichen der Stadt ohne Anlaufstelle, Treffpunkt und letztlich ohne fester Struktur. Dadurch sank natürlich auch die Motivation der Jugendlichen politisch aktiv zu werden. Um Aufmerksamkeit zu erzeugen, versammelten sich Anfang des Jahres Jugendliche und junge Erwachsene zu einem Flashmob während einer Stadtratssitzung im Görlitzer Rathaus. Sie wollten zeigen, dass sie da sind und das sie sich auch für die Zukunft der Stadt interessieren, aber zu wenig Perspektiven für sich selber sehen. Das Auftreten der Jugendlichen schlug hohe Wellen. Seitens der Stadträte gab es unterschiedliche Reaktionen, unter anderem Dialogbereitschaft. Allerdings stellten alle Beteiligten fest, dass keine feste Anlaufstelle für einen Dialog zwischen Jugendlichen und Politikern gab. Nun gibt es dafür das A-Team - Schnittstelle für regionale Jugendbeteiligung! Um die für einen Dialog notwendigen Strukturen und das Görlitzer Jugendparlament wieder zu beleben und die Verknüpfung zwischen jugendlichen Interessen und der Stadtpolitik wiederherzustellen, wurde das Projekt "A-TEAM! Jugendparlament Görlitz" initiiert. Seit Mitte Januar 2013 treffen sich dafür regelmäßig Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 14 und 17 Jahren u.a. vom Anne-Augustum-Gymnasium und vom Joliot-Curie-Gymnasium. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, eine Anlaufstelle für Jugendbeteiligung und Jugendpolitik in Görlitz zu werden, ein Sprachrohr sowie eine Interessenvertretung für jugendliche Interessen zu sein, regelmäßig in Kontakt mit Vertretern der Stadtverwaltung und mit Stadträten zu treten um so eine Schnittstelle zwischen den Jugendlichen und der Politik zu ermöglichen. Der Second Attempt e.V. unterstützt und betreut das Projekt, stelltdie Räume für die wöchentlichen Treffen zur Verfügung und organisiert bis Mitte des nächsten Jahres eine Reihe von Veranstaltungen. Dazu gehören Workshops, in denen die Jugendlichen u.a. erfahren, wie kommunale Politik funktioniert oder wie sie mit dem Zgorzelecer Jugendparlament zusammenarbeiten können. Weiterer wesentlicher Baustein des Projektes ist der strukturierte Dialog mit Stadtverwaltung und Stadträten in Form von Dialogveranstaltungen.   Hier gibt es die Dokumentation der ersten Projektphase:
Vom Bundestag hört man viel in den Medien und lernt Wissenswertes im Schulunterricht. Aber was macht eigentlich ein Stadtrat? Was passiert in den Fraktionen und Ausschüssen auf kommunaler Ebene? Wie wählt man Stadträte und kann man sich selbst auch zur Wahl stellen? Diese und andere Fragen werden in unserem Video, das im Rahmen des Projektes “A-Team” entstanden ist, am Beispiel der Stadt Görlitz beantwortet: Die Arbeit des A-Teams soll 2014 mit Unterstützung der Veolia Stiftung sowie der Jugendförderung der Stadt Görlitz und damit der Dialog zwischen Jugendlichen und Stadtpolitik fortgesetzt werden. Neben den bereits bewährten Workshopangeboten und Veranstaltungen ist für die kommenden Monate u.a. eine engere Zusammenarbeit mit der Youth Bank Oberlausitz, die Projekte von Jugendlichen fördert und unterstützt, sowie mit dem Zgorzelecer Jugendstadtrat geplant. Außerdem soll es eine Informations-Veranstaltung zur kommenden Kommunalwahl geben, bei der sich Kandidaten euren Fragen stellen sollen. Aktuelle Infos zum A-Team gibt es auch bei Facebook. Werde Fan! Dan_Mai_2014-016 Daniel "Dan" Sauer* Projektleiter A-Team *Kulturmanager bei Kulturservice Görlitz E-Mail schreiben...   IMG_2188 Theresa Zymek* Ehrenamtliche Koordinatorin *Studentin Wirtschaftsingenieurwesen E-Mail schreiben…