Das Projekt sammelt visuelle Eindrücke urbaner Kunsträume (StreetViews) mit einer 360°-Kamera  in Brasilien, Bulgarien, Deutschland und Mexiko. Sie sind Ausgangspunkt für einen ideellen und kreativen Austausch zwischen diesen einzelnen, kulturell völlig verschiedenen Ländern. Mit den Aufnahmen reisen Künstler aus den Ländern, gemeinsam  durch Europa und Lateinamerika.

Dort stellen sie ihre Lebensräume anhand der StreetViews vor und erarbeiten vor Ort mit Jugendlichen urbane Kunstwerke (-> Kreativphase). Im Mittelpunkt dieser Kreativphase stehen nicht nur die verschiedenen Arbeitsweisen und Techniken der Künstler, sondern vor allem die Themen, die sie dazu bewegen Kunst zu schaffen. Warum bringen sie politische Aussagen in die Öffentlichkeit? Welche Grundlagen politischer Auseinandersetzung und politischer Mitbestimmung sind in ihren Ländern vorhanden? Welche sind nötig? Auf welche Art wird dies durch die Bevölkerung verarbeitet? Wie können sich Jugendliche an politischen Debatten beteiligen und wie sich eine Stimme verschaffen? Was bewegt sie in ihrem Alltag und was möchten sie verändern? Während der Kreativphase mit den unterschiedlichen Künstlern sind Jugendliche untereinander und zugleich mit Menschen anderer Länder in einem gemeinsamen Dialog über Politik und Kunst, Alltag, soziale Integrität und eigene Identität. Gleichzeitig sprechen die Kulturmanager der beteiligten Einrichtungen über Unterschiede in Projektfinanzierung und dem kulturpolitischen Umfeld. Es werden Vernetzungsmethoden und –konzepte diskutiert und ausgearbeitet. Die Kreativphase und deren Erkenntnisse werden in Echtzeit im Netz dokumentiert und damit weltweit zugänglich.

Im Anschluss an die Kreativphase gibt es eine Ausstellung der Ergebnisse verbunden mit Workshops, Diskussionen, Vorträgen und Filmabenden. Die Ausstellung befindet sich in einem Raum und wird durch eine 360°-Projektion realisiert. Sie nimmt den Besucher interaktiv auf eine Reise in die verschiedenen Lebenswelten der Künstler und Jugendlichen mit. Durch die Projektion wird die Reise erfahrbar. Die Kreativ- und die Ausstellungsphase werden wieder visuell mit der 360°-Kamera begleitet, so dass die Ausstellung von Station zu Station wächst.

Am Ende der Reise werden alle Ergebnisse der einzelnen Stationen und die entstandenen Filmaufnahmen in einer Abschlussveranstaltung präsentiert. So entsteht ein Gesamtkunstwerk, gemeinsam geschaffen von Künstlern und Jugendlichen aus Brasilien, Bulgarien, Deutschland und Mexiko. Besucher und Besucherinnen der Ausstellung bekommen einen Einblick in den Entstehungsprozess und die Wirkung von Street Art und gleichzeitig in die Lebensräume Jugendlicher der verschiedenen Länder.

In einer abschließenden Dokumentation des gesamten Projekts wird dieser Ansatz dauerhaft verfolgt. Auch nach Beendigung des Projekts sollen Jugendliche von der Arbeit der Künstler in den 4 Ländern profitieren und animiert werden ihre unmittelbare Umgebung genauer wahrzunehmen und selbst tätig zu werden, wenn es erforderlich wird. Hierzu werden die Ergebnisse des Projekts entsprechend aufbereitet und über die Wege von Web 1.0 und 2.0 durch alle Partnereinrichtungen gemeinsam vertrieben.